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Wildpflanzen in der Frühlingsküche

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Viele Pflanzen, die frau/man auf Feld und Flur findet, lassen sich toll in der Küche einsetzen! Früher waren diese Pflanzen nach dem Winter das erste Grün auf dem Teller und eine gute Vitamin-C-Quelle.

Wichtig ist nur, dass frau/man nur Pflanzen sammelt, die sie/er eindeutig identifizieren kann (bei manchen besteht die Möglichkeit einer Verwechslung mit einem giftigen Doppelgänger). Bitte auch den Bestand der Pflanze schonen und nicht alle Blätter abreißen :). Alle Pflanzen vor der Verwendung gründlich säubern und nicht an stark befahrenen Straßen pflücken oder auf Plätzen, die von Tieren (Wildtiere, Hunde, Katzen) frequentiert werden.

Im Folgenden eine kurze Übersicht:

Bärlauch

Bärlauch

Bärlauch (Allium ursinum)

Weitere Bezeichnungen: Waldknoblauch, Wilder Knoblauch (Knofel), Bärlenlauch
Vorkommen: va. in schattigen Laubwäldern, der Bärlauch ist eine Waldpflanze
Verwendung: Alle Teile der Pflanze (Blatt, Blütte, Knolle) können verwendet werden. Am häufigsten werden die Blätter als Gewürz oder Gemüse verwendet. Bärlauch kann für Suppen, Salate, Aufstriche, als Wildspinat oder in Saucen eingesetzt werden.
Inhaltsstoffe: Vitamin C, Aroma- und Scharfstoffe
Verwechslungsgefahr: mit dem Maiglöckchen (Convallaria majalis) und der Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Bärlauch nur selbst sammeln, wenn man ihn von diesen beiden Pflanzen unterscheiden kann!!

Brennessel (Urtica dioica)

Brennessel

Brennessel

Vorkommen: Wiesen, Wegesränder, Auwälder
Verwendung: die blanchierten/gekochten Blätter (zerstört die Brennhaare, siehe unten). Als Gemüse (Brennesselspinat), in Suppen. Getrocknet ergeben die Blätter ein gutes Gewürz z.B. zusammen mit Schafgarbe in Wildkräutersalz.
Achtung: die Stängel und Blätter der Brennessel sind mit Brennhaaren besetzt. Bei Kontakt wird Ameisensäure injiziert und verursacht brennenden Schmerz. Brennessel nur mit Handschuhen ernten und verwerten.
Inhaltsstoffe: Brennesseln sind reich an Chlorophyll und Vitamin C, sie zählen jedoch auf zu den nitratreichen Wildpflanzen, daher junge Pflanzen bevorzugen bzw. blanchieren.

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Weitere Bezeichnungen: Tausendschön, Gänseliesl
Vorkommen: Wiesen, Wegesränder
Verwendung: junge Blätter roh in Salat und Suppen (jedoch sehr aufwendig zum Sammeln), Blüten als Garnitur, die Blütenknospen in Essigsud eingelegt wie Kapern

Giersch

Giersch

Giersch (Aegopodium podagraria)

Weitere Bezeichnungen: Geißfuß
Vorkommen: massenhaft in Au- und Laubwäldern, Wiesen, Gärten
Verwendung: Blätter (riechen beim Zerreiben nach Karotte, Sellerie und Pastinak) als Wildspinat, in Aufläufen, Suppen
Inhaltsstoffe: Vitamin C, ätherische Öle

Gundermann (Glechoma hederacea)

Weitere Bezeichnungen: Gundelrebe
Vorkommen: Wiesen, Wegesränder
Verwendung: Blätter und Blüten als Gewürz in Aufstrichen, Kräutersuppen, Tofukräuteromlette. Gundermann ist ein tolles Gewürz mit kräftigem Aromen und leicht bitterem Geschmack.
Inhaltsstoffe: ätherische Öle (Aromastoffe), Bitterstoffe

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn

Löwenzahn

Weitere Bezeichnungen: Pusteblume, Hundsblume, Bettpisser (aufgrund des Kaliumgehaltes :))
Vorkommen: Wiesen, Wegesränder
Verwendung: die jungen Blätter in Salat (mit Kartoffeln), Blüten zur Herstellung eines Sirup (Löwenzahnhonig)
Inhaltsstoffe: die Blätter enthalten viel Kalium (harntreibend), Vitamin C sowie Bitterstoffe.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Hollerstrauch

Hollerstrauch

Weitere Bezeichnungen: Holler
Vorkommen: Wegesränder, Ufer, Böschungen, Laub- und Auwälder
Verwendung: im Frühjahr die Blüten als Hollerküchel, in Kuchen, als Sirup. Im Herbst die Beeren (sind roh ungenießbar).

Happy Freeganism :)!